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Nationaler Strategieprozess

Innovationen in der Medizintechnik

Sigrid Uhlemann über die erste Strategiesitzung

10.04.2012

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führt zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) einen ressortübergreifenden Strategieprozess ›Innovationen in der Medizintechnik‹ durch. Unter Mitwirkung von Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Gesundheitswesen wird gemeinsam nach Wegen gesucht, um den Innovationsprozess in der Medizintechnik zu beschleunigen und die Patientenversorgung zu verbessern. Die Initiative will zugleich einen aktiven Beitrag leisten, die Medizintechnikbranche am Standort zu stärken. So lauten die einleitenden Worte zum Start dieser Initiative der Bundesregierung. Was aber sind die konkreten Ziele und wie sollen diese erreicht werden?

 

Die Medizintechnikbranche ist nicht nur in Deutschland ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Auch der Exportanteil ist – obwohl wir uns stets im Kontext von regulierten Märkten und Verteilungssystemen bewegen – hoch. Das Innovationsklima am Standort Deutschland wird als gut eingestuft. Im Trend wird der Innovationsprozess jedoch als zunehmend komplexer, länger und kostenintensiver wahrgenommen. Dies stellt angesichts des hohen Anteils an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Branche ein Risiko für das hiesige Innovationsgeschehen dar. Hier sieht die Bundesregierung Handlungsbedarf – speziell KMU stehen im Fokus dieser Initiative, deren hoher Stellenwert durch die Beteiligung gleich dreier Ministerien deutlich wird.

 

Der Strategieprozess wird durch einen Lenkungskreis gesteuert, dem die drei beteiligten Bundesressorts sowie Vertreter der am Innovationsprozess maßgeblich beteiligten Akteursgruppen angehören. Ihm untergeordnet sind fünf Arbeitsgruppen, die entlang des Innovationsprozesses ›Von der Invention bis zur Innovation‹ gegliedert sind und die vom Lenkungskreis identifizierten und definierten Themen diskutieren.

 

Jede Arbeitsgruppe konzentriert sich auf eine Stufe des Innovationsprozesses. In den insgesamt vier Sitzungen jeder Arbeitsgruppe werden zentrale Fragen innerhalb des Themenfokus diskutiert und gemeinsam umsetzungsfähige Handlungsansätze erarbeitet. Basierend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppen erarbeitet und veröffentlicht der Lenkungskreis bis Ende 2012 einen Schlussbericht mit Handlungsempfehlungen.

Nach den ersten beiden Sitzungen ist bereits klar – die Bundesregierung spricht hier ein Thema an, welches gerade bei den KMU existenziell ist und lebhafte Diskussionen lassen auf ein gutes Ergebnis am Ende des Jahres hoffen, über das ich Sie dann informieren werde.

Ihre Sigrid Uhlemann, Fachbeirätin der MED engineering

Dateien:
20120713755180_direct validation.pdf181 K

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