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BVMed-Konferenz

MedTech-Innovationen in der klinischen Praxis

09.05.2012

Deutschland ist in der klinischen Forschung mit Medizintechnologien gut aufgestellt. Die erste und größte Hürde für kleine Unternehmen und Neugründungen ist es aber, die Finanzierung in der frühen Phase sicherzustellen, um klinische Daten zu generieren sowie ärztliche Meinungsführer für die Innovation zu gewinnen. Das verdeutlichten die Experten der BVMed-Konferenz "Medizintechnische Innovationen in der klinischen Praxis" am 03. Mai 2012 in Mannheim. Die mittlerweile achte Veranstaltung zum Thema bot zahlreiche Fallbeispiele für Innovationstransfer und Innovationsförderung im Bereich der Medizintechnologien. Die meisten Ideen für neue MedTech-Verfahren kommen dabei aus der Ärzteschaft, die gemeinsam mit den Ingenieuren der Unternehmen vorangetrieben werden, betonte BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt. In der Plenumsdiskussion wurde vor allem die Frage diskutiert, wie große medizintechnische Ideen von kleinen Startups ausreichend gefördert und finanziert werden können. Dabei wurden von einem Innovationsfonds bis zu Abgabenlösungen unterschiedliche Vorschläge unterbreitet.

 

Als Kernfrage für die Einführung von medizintechnischen Innovationen bezeichnete Thom Rasche von Earlybird das Thema, wie man in die Klinik kommt und die richtigen Ärzte und Unterstützer findet. Ulf Pommerening von EBS bezeichnete die frühzeitige Zusammenarbeit von Medizinern und Startups als Erfolgsfaktor. Auch die Krankenhausärzte wie der Chirurg Prof. Dr. Hans-Peter Bruch oder der Kardiologe Prof. Dr. Malte Kelm betonten die Bedeutung eines frühzeitigen gemeinsamen Vorgehens von Kliniken und MedTech-Unternehmen. Innovationsbehinderer seien häufig negative Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, die Ärzte schnell abschrecken würden. Jon H. Hoem von Miracor Medical Systems kritisierte den bürokratischen und zu langsamen Prozess zur Genehmigung der Klinischen Prüfung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dies liege unter anderem an der starken Pharma-Orientierung der Behörde, die diese Denkweise auf MedTech-Verfahren übertrage. Dies gelte auch für die Ethikkomissionen. Insgesamt sei der Prozess bis zum Start einer Klinischen Studie damit deutlich langsamer als beispielsweise in den Niederlanden.

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