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Neue PulmoVista 500-Software

Drohende Lungenschäden auf einen Blick erkennen

„Diagnostic View“ wertet diagnostische PEEP-Manöver (zum Ermitteln des optimalen PEEP) automatisch aus und „Regional Ventilation Index“ weist auf schädliche Scherkräfte in der Lunge hin. Software 1.2 ist als Update auch für bestehende Dräger-Elektroimpedanztomographen erhältlich. Seit seiner Einführung 2011 hat Dräger Bedienung und Nutzeroberfläche des Elektroimpedanztomographen (EIT) PulmoVista 500 ständig weiterentwickelt. So auch mit einer neuen diagnostischen Funktion der Software 1.2, die den Nutzen der EIT in der Intensivtherapie unterstreicht.

Bisher konnte der Arzt am EIT-Gerät erkennen, wie erfolgreich der jeweilige Versuch war, die Lunge mit einem veränderten PEEP offen zu halten. Dadurch konnte er für eine möglichst gleichmäßige Belüftung der Lungenareale sorgen. „Diagnostic View“ führt nun noch einen Schritt weiter vom Beobachten hin zum Analysieren und Dokumentieren: Mit dieser neuen Funktion kann nun direkt angezeigt werden, ob Lungenareale bei einem bestimmten PEEP zu kollabieren oder aber zu überdehnen drohen. Orange eingefärbte Regionen stehen dabei für eine sinkende Compliance durch zu hohe Druckwerte und weisen auf eine beginnende Überdehnung hin. Weiß eingefärbte Bereiche dagegen kennzeichnen ein wachsendes Risiko für Kollabieren. Die Software hilft so, den für den jeweiligen Patienten am besten geeigneten PEEP am Beatmungsgerät individualisiert einzustellen.

Praktische Helfer

Das Software-Update des PulmoVista 500 wartet darüber hinaus mit einigen praktischen Neuerungen auf.

Die Funktion „Enhance Contrast“ zeigt dem Arzt jetzt per Tastendruck unmittelbar violett eingefärbte Bereiche an, die einerseits eine wichtige Hilfestellung bei der Wahl der korrekten Gürtelposition geben. Andererseits können sie in typischen Lungenarealen auf Flüssigkeitsansammlungen wie beispielsweise einen Pleuraerguss hinweisen.

Zudem wurde die Anzeige der Trenddaten „End-Insp.Trend“ und „?EELI Trend2“ flexibler gestaltet, was beispielsweise einen Wechsel der ROI (Regions of Interest) oder das Heranzoomen („Zoom“) kurzzeitiger Therapieabschnitte während eines längeren Messvorgangs ermöglicht.

Ihren diagnostischen Anspruch unterstreicht die neue Software 1.2 auch mit der Bestimmung des RVD (Regional Ventilation Delay) -Indexes. Dieser Wert beruht auf der wissenschaftlichen Annahme, dass ein beim Einatmen verzögertes Füllen einzelner Lungenareale auf ein zyklisches Öffnen und Schließen hinweist. In einer solchen Situation entstehen in den betroffenen Lungenregionen große Scherkräfte, die mit der neuen Software nun direkt am Patientenbett erkennbar gemacht werden.

www.draeger.com


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