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Nah dran

Wearables für jedermann

„Eine typische Anwendung aus dem häuslichen Pflegebereich hält nun Einzug in unseren Alltag. Als einer der ersten Anbieter hat der Weltkonzern mit dem Apfel in seine Smart Watch ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine automatische Sturzerkennung integriert.

Um etwa einen besonders langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag zu erkennen, muss lediglich ein Finger auf der Krone der Uhr platziert werden – die einfache Version eines EKGs. Nach der Messung informiert das Gerät den Nutzer über mögliche gesundheitliche Probleme.

Der Pulsmesser und das EKG wurden von der Federal Drug Administration zugelassen, sodass die Smart Watch in den USA als Medizinprodukt gilt. Bisher war unbekannt, ob es diese Funktion zukünftig auch in Deutschland gibt, da sie hierzulande ebenfalls eine Zulassung benötigt. Dank CE-Kennzeichen darf die Uhr nun in 19 europäischen Ländern – auch in der Bunderepublik – ihren Besitzer auf Herzprobleme hinweisen. Daneben erfassen ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop alle Bewegungen des Trägers und können mögliche Stürze erkennen.

Der Nutzer entscheidet selbst, ob ein Notruf erfolgt. Stellt die Uhr durch die Sensoren fest, dass der Träger sich nach einem Sturz länger nicht bewegt, ruft sie selbstständig den Rettungsdienst und übermittelt den Ort des Geschehens. Ganz neu ist das Konzept nicht – konkurrierende Hersteller haben bereits smarte Uhren auf den Markt gebracht, die mit entsprechenden Apps ausgestattet, einen Sturz melden können. Die Methodik der Smart Watch ähnelt mit Sicherheit nicht ganz zufällig den tragbaren Assistenzsystemen aus der Sozialbranche und ist im Grunde nichts anderes als ein klassisches Wearable.

Die Nutzung solcher Systeme in der häuslichen Pflege verschafft Senioren und Pflegebedürftigen mehr Eigenständigkeit: Wearables sind kleine smarte Endgeräte, die nah am Körper getragen werden. Solch ein spezielles Gerät funktioniert prinzipiell genauso wie die Uhr von Apple. Durch die vermehrte Kommerzialisierung dieser Systeme lassen sich Berührungsängste gerade auch bei Senioren abbauen, sodass in Zukunft vielleicht noch mehr Menschen von den nützlichen Funktionen der portablen Geräte profitieren.

Das Tragen solcher Wearables wird sich zum neuen Selbstverständnis entwickeln – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Digitalisierung in der Sozial- und Gesundheitsbranche." 
 
www.techniklotsen.de

 

 


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