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Vielschichtiger Wandel birgt Risiken für Healthcare-Unternehmen

Laut einer UPS-Umfrag sorgt sich die Healthcare-Branche um den Schutz des geistigen Eigentums, den Wettbewerb und bevorstehende Gesundheitsreformen. <br />

Laut einer neuen UPS Studie sehen Führungskräfte von Healthcare-Unternehmen in den USA, Europa und Asien den raschen Wandel in der Gesundheitsbranche sowohl mit Risiken als auch mit Chancen verbunden. Angesichts eines noch nie da gewesenen Kostendrucks, ständig neuer gesetzlicher Auflagen und eines durch Auslaufen von Patenten und wachsenden Wettbewerb bedingten Innovationszwangs schmieden die Chefetagen Investitionspläne und versuchen, ihr geistiges Eigentum und ihre Marktanteile zu schützen.

 

Als weltweite Priorität der Gesundheitsbranche zeichnet sich der Schutz des geistigen Eigentums ab, der für 43 Prozent der Befragten zu den größten Unternehmenssorgen zählt. Mit 43 Prozent der Befragten ist die Sorge unter den Pharma- und Biotech-Unternehmen auch in Bezug auf das Erlöschen von Patenten groß.

 

Am meisten beunruhigt sind die Führungskräfte der Branche weltweit jedoch aufgrund von Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich (52 Prozent der Befragten), gefolgt von zunehmender Reglementierung (48 Prozent). Unter den US-Firmen hat die Besorgnis um Reformen seit 2010 zugenommen: Dieses Jahr äußern sich 60 Prozent beunruhigt, während es im vergangenen Jahr noch 55 Prozent waren. Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich wurden von 47 Prozent der Befragten zudem als größte Hürde für die Lieferung hochwertiger und bezahlbarer Gesundheitsprodukte angegeben.

 

Im Rahmen der jährlichen UPS Umfrage, die als „Pain in the (Supply) Chain“-Umfrage (etwa: Leiden in der Lieferkette) bekannt ist, wurden für Healthcare-Lieferketten verantwortliche Mitarbeiter von Pharma- und Biotech-Unternehmen sowie Medizinprodukteherstellern in den USA, Europa und Asien befragt. In ihrem vierten Jahr wurde die Umfrage von TNS durchgeführt und erstreckte sich 2011 erstmals über die USA hinaus.

 

Infolge von Druck und Veränderungen in der Branche investieren die Führungskräfte zum Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit vermehrt in ihre Lieferketten. Technologische Investitionen standen bei den Strategien an erster Stelle: 86 Prozent der Befragten gaben an, in den kommenden drei bis fünf Jahren in neue Technologien investieren zu wollen. Die Erschließung neuer Märkte auf globaler Ebene wurde als zweitwichtigste Strategie zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit genannt: 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie beabsichtigten, in den kommenden drei bis fünf Jahren in neue Gebiete zu expandieren.

 

„Veränderung ist heute die einzige Konstante in der Gesundheitsbranche. Dabei handelt es sich um ein globales Phänomen, das von Faktoren wie Kosten, behördlichen Auflagen und weltweiter Expansion angetrieben wird“, erklärt Bill Hook, Vice President, Global Strategy, UPS Healthcare Logistics. „Ab sofort müssen die Unternehmen neue Wege der Innovation und Anpassung an rasche Marktveränderungen finden, und hier spielt die Lieferkette eine entscheidende Rolle. UPS hilft Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich, sich die Logistik zunutze zu machen, um etwa schneller in neue Märkte zu expandieren, ihre Lieferkette effizienter zu gestalten und den Kundenservice zu verbessern, um sich auf diese Weise Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.“

 

Entwicklungen auf globaler Ebene

Unternehmen aus der Gesundheitsbranche legen auch weiterhin einen deutlichen Schwerpunkt auf die weltweite Expansion, wobei als wichtigste Wachstumsmärkte die USA, China, Indien, Japan und Brasilien genannt werden. Interessanterweise konzentrieren sich asiatische Firmen stärker auf eine weltweite Expansion als US-Firmen. So haben 75 Prozent der asiatischen Führungskräfte aus dem Gesundheitsbereich zur Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit kürzlich in neue Märkte rund um den Globus investiert, während es in den USA nur 58 Prozent waren.

Die Umfrage ergab jedoch noch weitere interessante Unterschiede zwischen den Regionen. So stellte der zunehmende Wettbewerb für lediglich 30 Prozent der befragten US-Unternehmen Anlass zur Sorge dar, während es bei den asiatischen Unternehmen 51 Prozent waren. Beim Thema Schutz des geistigen Eigentums zeigten sich 50 Prozent der Unternehmen in Asien beunruhigt – in Europa hingegen nur 34 Prozent.

Auch bei den Besorgnissen hinsichtlich Lieferketten zeichneten sich weitere eindeutige Unterschiede ab. Mit 71 Prozent zeigten sich die Unternehmen in Asien deutlich besorgter um die lieferkettenbedingte Produktsicherheit als die Unternehmen in den USA (53 Prozent) und in Europa (51 Prozent). Die Beschädigung und der Verderb von Produkten gaben in Asien und den USA mit 70 bzw. 67 Prozent deutlich mehr Anlass zur Sorge als in Europa, wo nur 27 diesbezügliche Bedenken äußerten.

 

Leiden in der Lieferkette

Die Globalisierung und die Markteinführung weiterer Spezialprodukte haben zu einer Erweiterung der Lieferketten und somit dazu geführt, dass die Besorgnisse um die Einhaltung gesetzlicher Auflagen sowie die Integrität und Sicherheit der Produkte bei den lieferkettenbezogenen Sorgen in diesem Jahr erneut an erster Stelle standen.

Die Einhaltung gesetzlicher Auflagen ist mit 73 Prozent die größte lieferkettenbezogene Besorgnis. Die Produktsicherheit wurde von 61 Prozent und die Beschädigung/der Verderb von Produkten von 56 Prozent der Befragten als besorgniserregend eingestuft. Das Kostenmanagement der Lieferketten stand insgesamt an zweiter Stelle; dieser Punkt wurde von 64 Prozent der Führungskräfte der Healthcare-Unternehmen als wichtige Besorgnis in Bezug auf die Lieferkette genannt.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Unternehmen weiterhin sehr besorgt um das Management der Lieferkettenkosten, berichten jedoch auch über gewisse Erfolge in diesem Bereich. Nur 42 Prozent der 2011 weltweit befragten Führungskräfte meldeten Erfolge beim Kostenmanagement der Lieferketten. In den USA scheint es allerdings eine Besserung hinsichtlich des Kostenmanagements zu geben: Hier berichten 53 Prozent der US-Führungskräfte über Erfolge in diesem Bereich, während es im Jahr 2010 noch 44 Prozent waren.

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