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26.07.2011
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Gelöstsauerstoffsensor

Intelligente Chips helfen bei der Tumortherapie

Gelöstsauerstoffsensor hilft bei der Tumortherapie
Gelöstsauerstoffsensor hilft bei der Tumortherapie
Das am Heinz Nixdorf-Lehrstuhl für Medizinische Elektronik der TU München erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt „Intellitum“ eröffnet neue Wege zu einer Patienten orientierten und schonenden Tumortherapie. Im Rahmen des Projektes wurde ein implantierbarer Gelöstsauerstoffsensor entwickelt, mit dem in unmittelbarer Nähe eines Tumors die Sauerstoffsättigung kontinuierlich erfasst werden kann. Der Metabolismus von Tumorgewebe wird auf diese Weise gezielt überwacht und entscheidende Werte können genauestens kontrolliert werden. Über eine Funkeinheit werden die erfassten Daten dann direkt an den behandelnden Arzt weitergeleitet. Dadurch lassen sich bei schwer operablen oder sehr langsam wachsenden Tumoren Therapieempfehlungen ableiten, beziehungsweise der Erfolg einer gerade durchgeführten Therapie wird direkt messbar. Dank der regelmäßigen Übertragung spezifischer Daten kann der Tumor so gezielter therapiert werden. In einem zweiten Schritt steht die Integration der im Rahmen des Projektes entwickelten Sensorik mit einer miniaturisierten Medikamentenpumpe bevor. So können Wirkstoffe unmittelbar in Tumornähe freigesetzt werden, wodurch sich die oft verheerenden Nebenwirkungen einer systemischen Chemotherapie umgehen lassen. Dieses Ziel soll nun mit Hilfe kompetenter Partner aus Wissenschaft und Industrie in die Tat umgesetzt werden. Eine vielversprechende Aufgabe und ein voller Erfolg für das Forschungsteam, welches bereits jetzt großes Interesse und Nachfrage nach den Chips erhält.
TUM Heinz Nixdorf Lehrstuhl für Medizinische Elektronik
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Theresienstraße 90 / N3
DE - 80333 München

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